Der unterschätzte Hebel für effiziente Heizsysteme
Eine neue Wärmepumpe oder ein neuer Heizkessel bringt wenig, wenn das Verteilsystem dahinter nicht sauber eingeregelt ist. Der hydraulische Abgleich sorgt dafür, dass jeder Heizkörper und jeder Heizkreis genau die Wassermenge bekommt, die er braucht – nicht mehr und nicht weniger.
Warum der Abgleich so viel bewirkt
Ohne hydraulischen Abgleich fließt in vielen Heizsystemen zu viel Wasser durch nahe an der Heizungspumpe liegende Heizkörper und zu wenig durch weiter entfernte. Die Folge: ungleichmäßig warme Räume, höhere Vorlauftemperaturen als nötig und ein Heizsystem, das insgesamt ineffizienter arbeitet als es müsste – besonders bei Wärmepumpen, die von niedrigen Vorlauftemperaturen profitieren.
Praxiszertifizierung statt Theorie allein
Merih Aker hat sich im hydraulischen Abgleich gezielt praktisch weitergebildet, unter anderem im mehrteiligen Praxisprogramm eines führenden Herstellers von Regelungstechnik. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Berechnung, sondern auf der praktischen Umsetzung am realen System – Fußbodenheizung im Bestand eingeschlossen.
Praxiszertifikat Hydraulik
Mehrstufiges Praxisprogramm zu Funktion, Prozess und Anwendung des hydraulischen Abgleichs, inklusive Fußbodenheizung im Bestand.
Orientiert am BWP-Leitfaden
Vorgehen angelehnt an die Praxisempfehlungen des Bundesverbands Wärmepumpe für den hydraulischen Abgleich im Bestand.
So läuft ein Abgleich ab
Heizlastermittlung je RaumBerechnung, wie viel Wärme jeder Raum tatsächlich benötigt.
Voreinstellung der Heizkörper/KreiseThermostatventile und Verteiler werden auf die berechneten Werte eingestellt.
Pumpenleistung anpassenDie Heizungspumpe wird auf den tatsächlichen Bedarf statt auf pauschale Werksangaben eingestellt.
DokumentationNachvollziehbare Unterlagen, unter anderem für Förderanträge.
Typische Anzeichen für einen fehlenden Abgleich
- Ein Raum wird nicht richtig warm, während ein anderer überheizt ist.
- Deutliche Strömungsgeräusche an Thermostatventilen.
- Die Heizung braucht auffällig lange, bis Räume warm werden.
- Eine neue Wärmepumpe läuft mit auffällig hoher Vorlauftemperatur.